Kerosinpreise: American Airlines rechnet fest mit Jahresverlust - Aktie sackt ab
FORT WORTH (dpa-AFX) - Die Fluggesellschaft American Airlines
Die Gewinnwarnung ist für American Airlines schon die dritte in diesem Jahr. Wie andere Fluggesellschaften leidet das Unternehmen unter den Folgen des Iran-Kriegs. Seit Beginn der Angriffe von Israel und den USA auf das Land sind die Ölpreise extrem in die Höhe geschossen. Fluggesellschaften kaufen Treibstoff zwar großenteils zu vorab gesicherten Preisen ein, aber nur zu einem Teil und nur für eine gewisse Zeit im Voraus. Mit gewisser Verzögerung schlagen die Marktpreise dann doch auf die Kosten der Airlines durch.
Allein für das vierte Quartal rechnet American Airlines mit etwa 2,8 Milliarden Dollar höheren Treibstoffkosten als ein Jahr zuvor. Die Konzernspitze denkt daher darüber nach, bei anhaltend hohen Kerosinpreisen künftig Flugverbindungen zu streichen. Auch andere Gesellschaften setzen angesichts der hohen Belastungen stärker auf Rentabilität statt auf Marktanteile.
Im dritten Quartal steigerte das Unternehmen seinen operativen Umsatz im Jahresvergleich zwar um 19 Prozent auf 16,3 Milliarden Dollar. Die Treibstoffkosten wuchsen jedoch um mehr als zwei Drittel auf 4,6 Milliarden Dollar. Unter dem Strich wuchs der Quartalsverlust daher von 114 auf 269 Millionen Dollar./stw/mis/he