Aktien Frankfurt: Dax auf Tief seit Ende Juli - Ölpreisanstieg und KI-Ängste
FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von steigenden Ölpreisen und neuen KI-Bedenken hat der deutsche Aktienmarkt einen schwachen Wochenauftakt verzeichnet. Der Dax
"Der Dax bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. "Mit jedem weiteren Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten."
Die Ölpreise legten wegen der weiter ungeklärten Lage rund um die Straße von Hormus zu. Massiv unter Druck gerät der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien: Wegen der zunehmenden Bedrohung der zweiten Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten.
Zudem belasten neue Befürchtungen rund um das Trendthema KI. Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen. Auch der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman, ist der Ansicht, dass das Tempo bei der Entwicklung leistungsstärkster KI-Modelle gebremst werden müsse.
Dies belastete einige deutsche Aktien mit Fantasie bei diesem Trendthema. So gehörten die Titel der KI-Profiteure Siemens Energy
Im Gegensatz dazu zeigten sich die Software-Aktien am Montag gut erholt. Die Anteilsscheine von SAP
Für die Papiere von Bayer
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---