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31.08. 09:15

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax gibt nach Rekordhoch etwas nach


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Montag recht wenig beeindruckt von der erneuten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten gezeigt. Trotz wieder steigender Ölpreise sank der deutsche Leitindex in den ersten Handelsminuten lediglich um 0,44 Prozent auf 26.453 Punkte. Er konnte sich damit den negativen Vorgaben aus Übersee indes nicht gänzlich entziehen.

Am Freitag hatte der Dax den Signalen von US-Notenbankchef Kevin Warsh für eine Zinserhöhung mit einem Rekordhoch getrotzt. Für den zu Ende gehenden August steuert er auf ein Plus von 3,2 Prozent zu. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montagmorgen 0,41 Prozent auf 32.895 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um knapp 0,2 Prozent nach unten.

Zum europäischen Handelsende vor dem Wochenende hatten bereits die US-Indizes ins Minus gedreht, und am Morgen verloren auch die asiatischen Börsen teilweise. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem erwartbaren Preisanstieg beim Öl, nachdem das US-Militär Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen hatte. Dagegen hätten die Aktien- und Rentenmärkte recht entspannt auf die erneute militärische Eskalation gezeigt. "Die Mehrzahl der Anleger erwartet offenbar nicht, dass die Situation erneut großflächig und langfristig eskaliert."

"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", schrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank. Mit dem beginnenden September als historisch schwächstem Börsenmonat des Jahres "wird sich noch zeigen müssen, ob sich der Dax auch dann gegen den typischen saisonalen Trend stemmen und einfach weiter steigen kann"./gl/stk