Trockenheit: Im Süden wird die Lage für Natur und Landwirtschaft kritisch
OFFENBACH (dpa-AFX) - Durch die lange Trockenheit leiden Natur und Landwirtschaft. "In Teilen Deutschlands sind die Böden derzeit ungewöhnlich stark ausgetrocknet", teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Vor allem in der südlichen Mitte und im Süden Deutschlands sei die Bodentrockenheit "gravierend".
Schon seit März seien die Niederschlagsmengen in fast ganz Deutschland unterdurchschnittlich. Besonders wenig Niederschlag fiel von der Pfalz und Rheinhessen bis nach Unterfranken. Im Süden entsprach die Niederschlagsmenge gebietsweise weniger als die Hälfte des vieljährigen Mittels der Jahre 1991 bis 2020.
Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft
Getreide und Raps reiften bei hohen Temperaturen rasch ab, die Ernte kam schnell voran. "Die Trockenheit hatte auf diese Kulturen relativ geringe Auswirkungen", stellte der DWD fest.
Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln, die einen hohen Wasserbedarf haben, litten hingegen regional stark unter der Trockenheit. "Es drohen markante Schäden." Teils ist bereits ein Grünlandschnitt ausgefallen, was Futterknappheit bei der Viehhaltung verursachen kann.
Die extreme Hitze Ende Juni führte bei Obst zu ungewöhnlich starken Sonnenbrandschäden. Nur mit Bewässerung könnten große Schäden abgewendet werden. Die Wälder zehren meist noch von Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten./sat/DP/zb