Kein Einstieg von Henkell Freixenet bei Maison Pommery
REIMS/WIESBADEN (dpa-AFX) - Nach erfolglosen Verhandlungen kommt es zunächst nicht zu einem mehrheitlichen Einstieg der deutsch-spanischen Sektkellerei Henkell Freixenet beim angeschlagenen französischen Champagner-Hersteller Maison Pommery. Das hoch verschuldete Champagnerhaus gab am Mittwochabend bekannt, dass die Phase der exklusiven Verhandlungen über seine Übernahme durch Henkell "ohne Einigung zum jetzigen Zeitpunkt" beendet sei.
Beide Unternehmen hielten sich jedoch die Möglichkeit offen, die Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen, hieß es. Wie Pommery-Chefin Nathalie Vranken der Zeitung "L'Union" sagte, sollten die Gespräche im Herbst wieder aufgenommen werden.
Globaler Akteur war geplant
Zum Auftakt der Verhandlungen hatte Maison Pommery mitgeteilt, dass das Partnerschaftsprojekt zwischen zwei Familienkonzernen einen globalen Akteur im Bereich der Schaumweine hervorbringen könne, der von einem Portfolio starker und sich ergänzender Marken sowie einer internationalen Marktpräsenz profitieren würde.
Gleichzeitig gab Maison Pommery bekannt, eine Vereinbarung mit seinen "wichtigsten Finanzpartnern" geschlossen zu haben. Dies soll es dem Unternehmen ermöglichen, seinen Finanzierungsbedarf sowie den seiner neun Tochtergesellschaften bis zum 19. Juni 2027 zu decken, "mit der Möglichkeit einer Verlängerung bis Juni 2028". Neben Maßnahmen zur Umstrukturierung der Schulden, die sich laut Nathalie Vranken auf 683 Millionen Euro belaufen, haben die Banken Maison Pommery einen neuen Kredit in Höhe von 42,8 Millionen Euro gewährt./evs/DP/nas