ROUNDUP: Deutsche Börse legt stärker zu als erwartet und bestätigt Prognose
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Börse
Die Nettoerlöse ohne das zinsabhängige sogenannte Treasury-Ergebnis stiegen in den drei Monaten bis Ende Juni um neun Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um zehn Prozent auf 980 Millionen Euro nach oben. Das Unternehmen schnitt damit besser ab, als Experten erwartet hatten. Die Aktie legte auf der Handelsplattform Tradegate nach Bekanntgabe der Zahlen um knapp ein Prozent zu.
Die Prognosen für den Nettoerlös und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ohne das Treasury-Ergebnis wurden bestätigt. Demnach erwartet der Vorstand um Konzernchef Stephan Leithner weiter Nettoerlöse ohne das Treasury-Ergebnis von 5,7 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 3,1 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr wurden hier Nettoerlöse von 5,2 Milliarden Euro und ein operativer Gewinn ohne Treasury-Ergebnis von 2,7 Milliarden Euro verbucht.
Beim Treasury-Ergebnis ist die Deutsche Börse wegen der Zinserwartungen und höheren Bareinlagen inzwischen etwas optimistischer und rechnet mit einem Wert von mehr als 700 Millionen Euro. Bislang hatte die Deutsche Börse hier mit einem leichten Rückgang auf 700 Millionen Euro gerechnet.
Die Deutsche Börse bietet Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette rund um Finanzmarkttransaktionen an. Diese reichen von der Handelsausführung über die Abwicklung bis hin zur Verwahrung von Wertpapieren und der Bereitstellung von Marktdaten sowie Softwarelösungen. Sie baut seit einiger Zeit ihr Geschäft außerhalb der Aktienmärkte stark aus, um unabhängiger von den Schwankungen dort zu werden.
Im Februar hatte der Betreiber von Handelsplattformen und Abwicklungssystemen die vollständige Übernahme des US-Daten- und Indexanbieters ISS Stoxx für 1,1 Milliarden Euro angekündigt. Dabei kauft die Deutsche Börse, die bereits 80 Prozent der Anteile an dem Unternehmen hält, vom Finanzinvestor General Atlantic die übrigen 20 Prozent.
Bereits im Januar hatte der Konzern mitgeteilt, die Fondsplattform Allfunds