Deutsche Lufthansa AGEI
21.07. 21:59 8,970€ +1,47%
Easyjet PLCEI
21.07. 21:59 7,760€ -0,26%
International Consolidated Airlines Group S.A.EI
21.07. 21:59 5,147€ -1,40%
Ryanair Holdings PLCEI
21.07. 21:59 24,870€ +0,20%
Wizz Air Holdings PLCEI
21.07. 21:59 12,530€ -0,40%
20.07. 11:25

AKTIEN IM FOKUS: Teures Kerosin belastet Ryanair und Airline-Branche


FRANKFURT/LONDON/DUBLIN (dpa-AFX) - Ein Gewinneinbruch bei Ryanair und hartnäckig hohe Ölpreise haben zum Wochenauftakt Aktienverkäufe in der europäischen Luftfahrtbranche nach sich gezogen. Der deutlich hinter den Erwartungen zurückgebliebene Überschuss des irischen Billigfliegers brockte den Ryanair-Aktien einen Verlust von zuletzt noch 4,4 Prozent ein - und zog auch Papiere anderer Fluggesellschaften nach unten.

Wegen des Anstiegs der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs sank der Überschuss von Ryanair im ersten Quartal 2026/27 im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet. Die Iren hatten zwar den Großteil des Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, konnten den starken Kostenanstieg aber dennoch nicht ganz auffangen.

Das lastete auf der Luftfahrtbranche. Die Anteilsscheine von IAG , Lufthansa , Easyjet und Wizz Air verloren zwischen einem halben und zwei Prozent. Der europäische Reise- und Freizeitsektor gab um 0,6 Prozent nach. Hier sind Ryanair das Schwergewicht mit gut 20 Prozent Anteil am Index.

Analyst Jaime Rowbotham von der Deutschen Bank sprach zudem von enttäuschenden Aussagen von Ryanair zu den Flugpreisen im laufenden Quartal. Dies in Verbindung mit dem schwachen vorangegangenen Quartal dürfte nun Druck auf die Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr ausüben.

Gleichzeitig fand der Experte, der die Ryanair-Aktien zum Kauf empfiehlt, auch zuversichtliche Worte: "Ryanair ist nach wie vor sehr gut positioniert, um die Herausforderungen einer Re-Eskalation im Nahen Osten und steigende Treibstoffkosten zu meistern." Der Billigflieger habe nun 15 Prozent des Kerosinbedarfs für das Geschäftsjahr 2027/28 preislich abgesichert. Zuvor sei das Unternehmen für diesen Zeitraum gar nicht geschützt gewesen./bek/stw/jha/