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17.07. 17:01

ROUNDUP: Aktien New York: Nasdaq mit deutlichen Verlusten - KI-Sorgen belasten


NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte sind am Freitag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 52.490 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,7 Prozent auf 7.481 Zähler nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 1,5 Prozent auf 28.596 Zähler.

Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz (KI) setzte China einen neuen Meilenstein. Das vom Tech-Riesen Alibaba unterstützte Start-up Moonshot AI präsentierte sein neues Sprachmodell "Kimi K3", das nach eigenen Angaben mit den Spitzenmodellen der US-Konkurrenten OpenAI und Anthropic in einer Liga spielt.

"Kimi K3" sorgt in der Branche für Aufsehen und schürt in den USA Sorgen um den schwindenden technologischen Vorsprung. Beobachter ziehen bereits Parallelen zum sogenannten "DeepSeek-Moment" Anfang 2025, als ein chinesisches Modell erstmals US-Dominanz-Annahmen erschütterte und die Tech-Aktienmärkte weltweit einbrechen ließ. Entsprechend ging es für die früheren KI-Boom-Aktien wie Nvidia und Applied Materials um 1,8 beziehungsweise 4,4 Prozent abwärts. Die Titel des Raumfahrt- und KI-Konzerns SpaceX büßten 4,5 Prozent ein. Damit hat das Unternehmen seit seinem Allzeithoch eine Billion US-Dollar an Börsenwert verloren.

Unter den Einzelwerten standen die Anteilscheine von Netflix im Anlegerfokus. Der Videostreaming-Marktführer veröffentlichte seine Zahlen für das vergangene Quartal, begleitet von Zweifeln an der Börse daran, wie gut der langjährige Branchenprimus seine Kunden halten kann. Zudem verfehlte die Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal die durchschnittlichen Analystenerwartungen. Der Aktienkurs fiel zuletzt um 8,7 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Netflix-Aktie mehr als 40 Prozent eingebüßt.

Die Papiere von Intuitive Surgical brachen um rund 12 Prozent ein. Das auf robotergestützte Chirurgie spezialisierte Unternehmen hatte sein Ziel für das weltweite Wachstum der mit dem "Da Vinci"-System durchgeführten Eingriffe für 2026 beibehalten, obwohl die Ergebnisse des zweiten Quartals die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen hatten.

Die Titel des Wettbewerbers Staar Surgical fielen ebenfalls um 12 Prozent, nachdem der Anbieter von Medizinprodukten einen Nettoumsatz für das zweite Quartal in Aussicht gestellt hatte./err/he