Mögliches Social-Media-Verbot unter 13 rückt näher
BERLIN (dpa-AFX) - Auf Kinder unter 13 Jahren könnten in Deutschland strikte Social-Media-Beschränkungen zukommen. Familienministerin Karin Prien (CDU) hofft auf eine europäische Regelung, wie ein Sprecher in Berlin nach der Präsentation entsprechender EU-Expertenempfehlungen sagte. "Wenn es die nicht gibt, dann ist sie auch sehr offen für eine nationale Regelung", sagte der Sprecher weiter.
Expertinnen und Experten im Auftrag der EU-Kommission empfehlen, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren zu beschränken. Bis zu diesem Alter sollte die Nutzung nur zeitlich begrenzt unter Aufsicht der Eltern oder in pädagogischem Kontext möglich sein, so ihre in Brüssel präsentierten Empfehlungen.
Der Sprecher von Priens Ministerium betonte in Berlin, man verfolge die europäischen Gespräche sehr genau. "Das wäre natürlich am besten, wenn es eine europäische Lösung gäbe." Er verwies aber auch auf die erst wenige Wochen alten Empfehlungen einer deutschen Expertenkommission.
Ende Juni hatte das Gremium - von Prien beauftragt - 56 Empfehlungen vorgelegt. Eine davon: die Option einer gesetzlichen Mindestaltersgrenze von 13 Jahren für die eigenständige Nutzung eigener Social-Media-Accounts. Damals sprach sich Prien zudem für "abgestufte Schutzkonzepte" bei der Nutzung von TikTok, Instagram und Co. für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren aus./bw/DP/stw