09.04. 07:17

OTS: BearingPoint GmbH / Europaweite BearingPoint-Studie zum ...


Europaweite BearingPoint-Studie zum Zahlungsverhalten (FOTO)
Frankfurt am Main (ots) - Schneller, digitaler, sicherer - Europas Weg zur
digitalen Souveränität beim Bezahlen

- Kontaktlose Kartenzahlungen dominieren in Europa
- Jüngere Altersgruppen wollen zukünftig häufiger Mobile Payments nutzen
- Erwartung bestätigt: Jeder Zweite nutzt die Echtzeitüberweisung
- Neu eingeführte Empfängerprüfung wird in Euro-Ländern als nützlich empfunden
- Zahlungslösung Wero wird europaweit wahrgenommen

In der aktuellen Ausgabe der europaweiten Zahlungsverkehrsstudie der Management-
und Technologieberatung BearingPoint in neun europäischen Ländern wird deutlich:
Kontaktlose Kartenzahlungen dominieren als am häufigsten genutzte
Zahlungsmethode in Europa. Die jüngeren Altersgruppen wollen in Bezug auf ihr
Zahlungsverhalten in den nächsten zwei Jahren häufiger Mobile Payments nutzen.
Jeder Zweite nutzt die seit 2025 in den Euro-Ländern von den Banken
verpflichtend angebotene Echtzeitüberweisung. Die im Oktober 2025 ebenfalls neu
eingeführte Empfängerprüfung für SEPA-Überweisungen wird in den Euro-Ländern als
nützlich empfunden. Für Zahlungen an Privatpersonen wird auch die Zahlungslösung
Wero europaweit wahrgenommen.

Kontaktlose Kartenzahlungen dominieren in Europa

Kontaktlose Kartenzahlung dominieren europaweit im Durchschnitt: In allen
untersuchten Ländern bis auf Deutschland und Österreich sind kontaktlose
Kartenzahlungen deutlicher Spitzenreiter. Der Abstand der durchschnittlichen
Nutzung von kontaktloser Kartenzahlung ist mit 71 % gegenüber dem Bargeld mit 51
% sehr ausgeprägt. Spitzenreiter bei der Häufigkeit der Nutzung der kontaktlosen
Kartenzahlung ist Finnland mit 84 % gefolgt von den Niederlanden und Dänemark
mit 74 %, Irland und Schweden mit 73 % sowie Frankreich mit 72 %. Schlusslichter
sind hier die deutschsprachigen Länder Schweiz (68 %), Deutschland (63 %) und
Österreich (62 %).

Jüngere Altersgruppen wollen zukünftig häufiger Mobile Payments nutzen

Die jüngeren Generationen bis 44 Jahre können sich vorstellen, in den nächsten
zwei Jahren immer häufiger Mobile Payments zu nutzen. Während in der
Altersgruppe 35 bis 44 Jahre 35 % der Befragten sich das vorstellen können,
markiert die Altersgruppe 18 bis 24 Jahre mit 40 % einen hohen Wert und die
Altersgruppe 25 bis 34 Jahre mit 41 % den Spitzenplatz.

Immer häufiger mit Karte zu bezahlen, können sich hingegen die Altersgruppen von
45+ vorstellen. Während die Altersgruppe von 45 bis 54 Jahre mit 29 % bereits
einen hohen Wert erreicht, markiert die Altersgruppe 55+ mit 31 % den höchsten
Wert.

Kryptowährungen im Zahlungsverhalten bleiben ein Randthema. Jeder zehnte der
jüngeren Altersgruppen von 18 bis 44 Jahren (10 %) kann sich vorstellen,
Kryptowährungen in den nächsten zwei Jahren häufiger zu nutzen. In der
Altersgruppe von 45 bis 54 Jahren kann sich das nur noch jeder 25te vorstellen
(4 %), in der Altersgruppe ab 55+ nur noch jeder 100te (1 %).

Erwartung bestätigt: Jeder Zweite nutzt die Echtzeitüberweisung

Im Länderdurchschnitt nutzen in den Euro-Ländern etwas mehr als die Hälfte (52
%) der befragten Personen regelmäßig oder gelegentlich die Echtzeitüberweisung
(Instant Payments). Irland mit 63 % und Frankreich mit 69 % sind Spitzenreiter
bei der Nutzung von Instant Payments im persönlichen Zahlungsverhalten. In den
Nicht-Euro-Ländern nutzen im Durchschnitt etwas weniger als die Hälfte (47 %)
der befragten Personen Instant Payments.

Christian Bruck, Partner und Experte für das Thema Zahlungsverkehr bei
BearingPoint, kommentiert: "Der Zahlungsverkehr der Zukunft wird hybrid.
Bargeld, Karten, Wallets, Instant Payments und digitale Zentralbankwährungen
werden koexistieren. Mit PSD3, PSR, MiCA, DORA und der EU-Verordnung zu Instant
Payments entsteht der umfassendste Regulierungsrahmen, den der europäische
Zahlungsverkehr bisher erlebt hat. Parallel dazu gewinnt die europäische Digital
Identity Wallet an Bedeutung. Die Verschmelzung von Identifikation,
Authentifizierung und mobilem Bezahlen wird die kommenden Jahre noch stärker
prägen. Erstaunlich dabei ist, dass regulatorisch getriebene Änderungen im
Zahlungsverkehr von den Konsumenten oft auch als Treiber von Innovationen
wahrgenommen und mit Akzeptanz belohnt werden, die Echtzeitüberweisung ist ein
gutes Beispiel dafür. Mit der verpflichtenden Empfängerprüfung nehmen die
Konsumenten zudem eine erhöhte Sicherheit im Zahlungsverkehr direkt wahr. Die
positive Wahrnehmung unterstreicht dabei den wachsenden Sicherheitsanspruch der
Verbraucher."

Neu eingeführte Empfängerprüfung wird in Euro-Ländern als nützlich empfunden

Knapp 50 % der Befragten geben im Länderdurchschnitt der Euro-Länder an, dass
die Empfängerprüfung (Verification of Payee) eine gute beziehungsweise nützliche
Funktion ist und zusätzliche Sicherheit bietet. In Deutschland sehen das 51 %
der Befragten so, in Österreich 54 %. In Frankreich geben sogar 59 % der
befragten Personen an, dass die Empfängerprüfung eine gute beziehungsweise
nützliche Funktion ist.

Zahlungslösung Wero wird europaweit für Transaktionen zwischen Privatpersonen
wahrgenommen

Die nationalen mobilen Bezahldienste dominieren grundsätzlich weiterhin im
jeweiligen Land bei Zahlungen an Privatpersonen, zum Beispiel Twint in der
Schweiz mit 66 %, MobilePay in Dänemark als Spitzenreiter mit 92 %
beziehungsweise in Finnland mit 61 %, Swish in Schweden mit 86 % und Tikkie in
den Niederlanden mit 71 %. In den Ländern, wo es keine nationalen
Zahlungsdienst-Champions gibt, werden für Zahlungen unter Privatpersonen auch
häufig Bargeld und Überweisung genutzt. Als europaweiter Zahlungsdienst wird
Wero bereits in allen befragten Ländern wahrgenommen. Spitzenreiter ist
Frankreich mit einem Anteil von 19 % für Zahlungen zwischen Privatpersonen über
Wero.

Dr. Robert Bosch, Partner und Globaler Leiter Financial Services bei
BearingPoint, resümiert: "Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass moderne
digitale Zahlungssysteme in ganz Europa an Bedeutung gewinnen. Ein zentraler
Treiber ist der Wunsch nach einer eigenständigen europäischen Alternative zu
bisher dominierenden, nicht-europäischen Lösungen - ein wichtiger Schritt hin zu
mehr digitaler Souveränität. Über die reine Bezahlfunktion hinaus eröffnen
solche europäischen Lösungen zusätzliches Innovationspotenzial, das die
Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft stärkt und neue
Wachstumsimpulse setzen kann."

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage, an der zwischen dem 10.
und 17. Dezember 2025 insgesamt 10.123 Personen in Österreich (1.000), der
Schweiz (1.000), Deutschland (2.026), Dänemark (1.023), Finnland (1.009),
Frankreich (1.052), Irland (1.001), den Niederlanden (1.003) und Schweden
(1.009) teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für
die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren.

Die Umfrage wurde von BearingPoint konzipiert und über das
Marktforschungsinstitut YouGov in den neun genannten Ländern durchgeführt. Die
Ergebnisse wurden von den BearingPoint Payments-Experten analysiert und in einen
Gesamtzusammenhang gebracht. BearingPoint führt die Umfrage bereits seit 2019
regelmäßig durch.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit
europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner
Technologien transformiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Transformation,
indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie,
Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten
dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte
SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte
Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovative Lösungen für die
Herausforderungen unserer Kunden.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und
Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und
engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen
Geschäftserfolg.

BearingPoint gehört zu den TIME World's Best Companies und den Forbes World's
Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die
hohe soziale und ökologische Standards erfüllt.

Weitere Informationen:

Homepage: https://www.bearingpoint.com/

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Instagram: https://www.instagram.com/bearingpoint_dach/

Pressekontakt:

Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: mailto:alexander.bock@bearingpoint.com

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