Aktien Frankfurt: Verluste - Kriegsdiplomatie reicht nicht, Nebenwerte schwach
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Stabilisierung ist es am Donnerstag am europäischen Aktienmarkt wieder abwärts gegangen. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent, der am Mittwochmorgen noch unter 100 Dollar gerutscht war, liegt mit aktuell gut 106 Dollar wieder deutlich über dieser Marke. Während des Iran-Kriegs ist er der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
"Ohne greifbare Ergebnisse schenken die Börsianer der Diplomatie keinen Glauben", kommentierte Stephan Innes von SPI Asset Management. Die Energiekosten seien nicht mehr bloß eine Gefahr, sie kämen in der Wirtschaft inzwischen immer stärker belastend an. Auch die Verbraucherstimmung leidet, wie aktuelle Prognosen der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM zeigen.
Entsprechend legte der Dax
Aktuell pendelt der Nahost-Krieg weiter zwischen Drohkulisse und Diplomatie. Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.
"Wenn sie nicht begreifen, dass sie militärisch besiegt wurden und dies auch weiterhin sein werden, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass sie härter getroffen werden als je zuvor", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Zwar gebe es weiterhin "produktive" Gespräche auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen. Der Iran bestreitet weiterhin hartnäckig, dass es überhaupt Gespräche gibt.
Der MDax
Angesichts der Konjunktursorgen gerieten vor allem die zuletzt stark erholten Rohstoffwerte wieder unter Druck. Der Stoxx Europe 600
Hinzu kam, dass Worthington Steel in den USA nach Börsenschluss mit Geschäftszahlen enttäuschte. Am deutschen Markt fielen nun Aurubis
Größter Verlierer im Dax waren die zuletzt deutlich erholten Siemens Energy
Gewinner waren rar gesät. Besonders deutlich ging es für Eckert & Ziegler