ROUNDUP/IPO/Kreise: ACS erwägt Komplettkauf von Hochtief - Turner-Börsengang?
LONDON (dpa-AFX) - Der spanische Baukonzern ACS
ACS und Hochtief sind große Profiteure des weltweiten Baus von KI-Rechenzentren. Der Hochtief-Aktienkurs hatte sich von Ende 2022 bis zum Rekordhoch von 554 Euro im Mai 2026 mehr als verzehnfacht, bevor bei Investoren erste Zweifel mit Blick auf die sehr hohen Bewertungen vieler KI-Aktien aufkamen. Seither stecken die Hochtief-Papiere in einer Korrektur. An diesem Freitag gingen sie mit 365,60 Euro aus dem Handel, einem Plus von 5,5 Prozent zum Vortag.
Allerdings sei ungewiss, wie sich die jüngsten Turbulenzen bei KI-Aktien nach dem Erfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen auf die Überlegungen von ACS auswirken werde, hieß es weiter in dem Bloomberg-Bericht.
So kam nach dem Erdrutschsieg der US-Demokraten Nervosität bei KI-Anlegern auf. Denn die Demokraten stehen KI skeptischer gegenüber als die Republikaner, die sich traditionell für den Abbau staatlicher Vorgaben starkmachen. Tech-Konzerne müssen sich auf mehr Gegenwind bei ihren riesigen Rechenzentren für KI einstellen.
Schon im Wahlkampf formierte sich Widerstand gegen den Bau immer neuer Rechenzentren für den KI-Boom. Selbst Republikaner verhängten Moratorien für den Bau. Rechenzentren stehen in der Kritik wegen ihres immensen Strombedarfs, die auch die Energiepreise für die Bevölkerung in die Höhe treiben könnten. Dazu kommen Sorgen wegen Lärm, Luftverschmutzung und vor Wassermangel sowie die Befürchtung, dass durch Rechenzentren nur wenige dauerhafte Jobs entstehen.
Für Branchenexperte Graham Hunt vom Investmenthaus Jefferies wäre ein Interesse von ACS, Hochtief komplett zu übernehmen, keine Überraschung. Der Hochtief-Aktienkurs sei seit dem Rekordhoch stark gefallen, während die Gewinnerwartungen in der gleichen Zeit gestiegen seien. Die Blicke richteten sich nun auf den Kapitalmarkttag von ACS am 12. November, wo das Thema im Fokus stehen dürfte./mis/he