Deutschland mobilisiert Gelder für Schutzgebiete in Afrika
NEW YORK (dpa-AFX) - Deutschland will in Zeiten knapper öffentlicher Kassen privates Kapital mobilisieren und so zum Erhalt von Naturschutzgebieten in Afrika beitragen. Um diese Schutzgebiete langfristig zu sichern, werde Deutschland 100 Millionen US-Dollar (knapp 87,9 Millionen Euro) zum "Legacy Landscapes Fund" beisteuern, kündigte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen bei einer Veranstaltung am Rande der UN-Vollversammlung in New York an.
Schneider und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) sei eine Verabredung mit privaten Geldgebern gelungen, die insgesamt 300 Millionen US-Dollar (etwa 263,6 Millionen Euro) umfasse. Zu den 100 Millionen Dollar an staatlichen Mitteln kämen 200 Millionen Dollar, die von zwei privaten Stiftungen bereitgestellt würden, hieß es weiter. Mit diesem Paket könnten zehn der wertvollsten Naturschutzgebiete Afrikas für mindestens 50 Jahre gesichert werden. Dieser Zeitraum gebe Planungssicherheit und Perspektive. Dies sei auch als Signal an die im Oktober anstehende Weltnaturkonferenz.
Der vom Entwicklungsministerium gegründete Weltnaturerbefonds ("Legacy Landscapes Fund") sichert eine Grundfinanzierung herausragender Naturschutzgebiete - den "legacy landscapes". Ziel ist eine dauerhafte Unterstützung./bk/DP/zb