30.08. 19:27

Merz: Sachsen-Anhalt würde mit AfD-Regierung Schaden nehmen


BERLIN/MAGDEBURG (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vermutet, dass ausländische Investoren im Falle einer AfD-Regierung um Sachsen-Anhalt künftig einen Bogen machen würden. "Wenn das so kommt, wie das in den Umfragen möglich erscheint, dann wird dieses Bundesland erhebliche Probleme bekommen", sagte Merz im ARD-Sommerinterview. Er könne sich nicht vorstellen, dass noch internationale Investoren mit einem AfD-Ministerpräsidenten zu einem Spatenstich kommen würden, um dort ein neues Unternehmen anzusiedeln.

Keine Aussage zu etwaigen Koalitionsoptionen

"Das ist aber eine Entscheidung, die die Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt zu treffen haben", fügte er hinzu. Merz sagte: "Das Land wird erheblichen Schaden nehmen, wenn es so kommt, wie wir das jetzt befürchten müssen." Auch deshalb werde die CDU in den nächsten Tagen noch aktiv Wahlkampf machen. Ein Teil der Wählerschaft sei noch unentschieden.

Zu Überlegungen, mit welchen anderen Fraktionen die CDU nach der Wahl am kommenden Sonntag womöglich eine Koalition in Sachsen-Anhalt bilden könnte, wollte sich der CDU-Vorsitzende in dem Interview nicht äußern. Die CDU hat einen Unvereinbarkeitsbeschluss in Bezug auf die AfD und auf die Linkspartei.

Mit Werten um 40 Prozent liegt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bis zu 20 Prozentpunkte vor der CDU, deren Spitzenkandidat Ministerpräsident Sven Schulze ist./abc/DP/stw