Europaweite Beschwerden gegen Finanzwerbung bei Google & Co.
BERLIN (dpa-AFX) - Verbraucherorganisationen werfen Google
Kritisiert werden unter anderem Anzeigen für angeblich risikofreie Geldanlagen, unrealistisch hohe Renditen oder dubiose Finanz-Coachings. Verbraucher könnten dadurch Opfer von Betrugsmaschen werden, warnt der vzbv.
Nur gut jede vierte Anzeige gelöscht
Zwischen Dezember 2025 und März 2026 wurden fast 900 verdächtige Werbeanzeigen gemeldet. Gelöscht wurde davon aber nur gut jede vierte Anzeige (27 Prozent). Mehr als die Hälfte der Hinweise (52 Prozent) sei ignoriert oder abgelehnt worden.
Die Plattformen gingen nicht ausreichend gegen betrügerische Angebote vor, sagte vzbv-Chefin Ramona Pop. "Das muss sich ändern." Anbieter müssten verhindern, dass Verbraucher über Online-Plattformen zu Betrugsopfern würden.
Der vzbv bereitet zudem eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur vor. Die Organisationen fordern, die Plattformen stärker an Vorgaben des europäischen Digital Services Act (DSA) zu binden. Bei Verstößen müsse es Konsequenzen und mögliche Geldbußen geben, so die Forderung./scr/DP/stw