Israels Armee: Angriff auf Dutzende Militäreinrichtungen in Teheran
TEL AVIV/TEHERAN (dpa-AFX) - Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der Armee Dutzende Militäreinrichtungen in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. In der Nacht auf Mittwoch seien auf Grundlage von Geheimdienstinformationen allein 15 Waffenproduktionsstätten "im Herzen Teherans" angegriffen worden, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Darunter befinde sich ein zentraler Komplex des iranischen Verteidigungsministeriums mit Produktionsstätten für Raketen, die gegen Flugzeuge und ferngesteuerte Fluggeräte eingesetzt werden sollten.
Darüber hinaus seien Luftabwehrsysteme, Abschussrampen sowie Produktions- und Lagerstätten für Raketen angegriffen worden. Allein in den vergangenen zwei Tagen habe die israelische Luftwaffe Angriffe auf rund 400 Ziele des "iranischen Terrorregimes" geflogen, hieß es weiter. Der von Israel und den USA begonnene Krieg befindet sich bereits in der fünften Woche.
Hisbollah schießt weiter Raketen auf Israel ab
Israel meldete aber auch Angriffe auf eigenes Gebiet. Nach Angaben des Militärs schlugen zwei Raketen, die von der proiranischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon abgefeuert worden seien, in unbewohntem Gebiet ein. Die Raketen hätten im gesamten Zentrum des Landes Sirenen ausgelöst, während die Israelis gerade ihr Pessach-Fest feierten, berichtete die "Times of Israel". Es lagen zunächst keine Berichte über Verletzte vor.
Nach Beginn des Iran-Kriegs vor gut einem Monat hatte auch die libanesische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland.
Auch der Iran griff Israel erneut an. Die "Times of Israel" berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den größten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden.
Juden weltweit feiern seit Mittwochabend das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei./hme/DP/he