ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Börsen wieder im Minus - Unsicherheit bleibt
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Krieg lässt die Anleger nicht los. Im Mittelpunkt stand am Dienstag die Frage, ob die Zwischenerholung zu Wochenbeginn zunächst nur ein Strohfeuer war. Im frühen Handel konnte der Dax
Am Montag war der Dax zunächst klar unter die Marke von 22.000 Punkten gesackt auf ein Tief seit etwa elf Monaten, bevor eine Kurznachricht von US-Präsident Donald Trump Hoffnung auf ein mögliches Abkommen machte. Die Nachrichtenlage bleibt seitdem aber verworren, auch wegen gegenteiliger Signale des Iran. In der Nacht gab es in der Golfregion weitere Angriffe. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent blieb über 100 US-Dollar. Auch veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes konnten das Bild nicht aufhellen.
Das Gesamtbild an den Weltbörsen war am Dienstag durchwachsen. In Asien wurden zwar die Vortagsgewinne nachgeholt, aber im Handelsverlauf deutlich begrenzt. In der zweiten deutschen Börsenliga sank der MDax
Der Börsenbrief-Autor Hans Bernecker erwähnte am Morgen wieder einmal den sogenannten "TACO-Trade", der für "Trump Always Chickens Out" steht und die Erwartung ausdrückt, dass Trump bei seinen Ankündigungen Rückzieher macht. Offenbar habe er die Situation als so verfahren angesehen, dass er sich und den Märkten erst einmal etwas Luft verschaffen wollte. Wegen der Wankelmütigkeit Trumps stellt der Experte aber ein großes Fragezeichen dahinter, ob ein baldiges Kriegsende realistisch ist.
Zu Belastung für den Dax wurde die fast fünf Prozent tiefere SAP-Aktie. Nachdem die US-Bank JPMorgan ihr bisher optimistisches Votum für das Index-Schwergewicht aufgegeben hat, erreichten die Aktien ein Tief seit mehr als einem Jahr. Toby Ogg argumentierte, das Bild einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung und Margenexpansion habe sich geändert. Er sieht ein Problem in einer verlangsamten Auftragsentwicklung im Cloud-Geschäft und befürchtet Ergebnisschwankungen durch den Umbau des Geschäftsmodells.
Auch die Bayer
Vor dem Hintergrund der Unsicherheit im Zuge des Nahost-Konflikts sorgte die Deutsche Bank im Chemiesektor für Gesprächsstoff mit einer Reihe an Umstufungen. Dazu zählt, dass Analystin Virginie Boucher-Ferte in BASF
Im Nebenwertebereich gab es am Dienstag Zahlen von Nagarro
Klare Kursgewinne gab es beim Prothesenhersteller Ottobock