dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.03.2026 - 17.00 Uhr
Trump: Sind uns mit Iran in 15 Punkten einig
WASHINGTON - Die USA und der Iran sind sich nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei rund 15 Punkten einer möglichen Vereinbarung einig geworden. "Sie werden nie Atomwaffen haben. Sie haben dem zugestimmt", sagte der Republikaner vor Reportern in Florida.
Eurozone: Verbrauchervertrauen verschlechtert sich mehr als erwartet
BRÜSSEL - Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im März mehr als erwartet verschlechtert. Ein Grund dürfte der Iran-Krieg sein, der zu höheren Ölpreisen und steigenden Inflationsgefahren führt. Der Indikator für das Konsumklima fiel um 4,0 Punkte auf minus 16,3 Punkte, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2023. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf minus 14,2 Punkte erwartet. Der Indikator liegt weiter unter seinem langfristigen Durchschnitt.
Mercosur-Freihandelsdeal kann ab 1. Mai angewendet werden
BRÜSSEL - Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und südamerikanischen Mercosur-Staaten kann ab dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendet werden. Mit der Übermittlung einer entsprechenden Mitteilung an den koordinierenden Vertragsstaat Paraguay sei der letzte notwendige Schritt vollzogen worden, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Zuvor hätten Argentinien, Brasilien und Uruguay das notwendige Ratifizierungsverfahren abgeschlossen und dies der EU mitgeteilt. Von Paraguay werde die Mitteilung in Kürze erwartet.
Merz: Reform für Krankenkassen soll viele Jahre tragen
BERLIN - Die geplante Reform für eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherungen soll konkretere Formen annehmen. Eine dazu eingesetzte Kommission werde am kommenden Montag ihre Vorschläge vorlegen, sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Er bezeichnete es als wichtig, "dass wir eine Reform machen, die für viele Jahre trägt". Sie müsse die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens stärken und in der Bevölkerung das Gefühl vermitteln, "dass es gerecht zugeht, dass alle ihren Beitrag leisten".
Putin räumt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn ein
MOSKAU - Russlands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg offiziellen Angaben zufolge ins Minus gerutscht. "Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr", sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung. Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Während er dies mit der größeren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025 erklärte, forderte er zugleich von der Regierung entschiedene Maßnahmen, um "auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren".
Hohe Preise - Griechische Regierung kündigt Entlastungspaket an
ATHEN - Angesichts stark gestiegener Energiepreise als Folge des Krieges im Nahen Osten hat der konservative griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis ein Maßnahmenpaket zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen angekündigt. Das Gesamtprogramm hat ein Volumen von rund 300 Millionen Euro und soll in den Monaten April und Mai gelten.
IEA-Chef warnt vor Bedrohung der Energiesicherheit
PARIS - Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, kritisiert Deutschland angesichts des Irankriegs für den Atomausstieg. "Die Situation wäre heute nicht so schlimm, wenn Deutschland die Kernkraftwerke noch hätte", sagte Birol der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Bundesrepublik habe mit der Abkehr von der Kernenergie einen riesigen strategischen Fehler begangen.
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