Aktien Asien: Deutliche Verluste - Sorge vor Energiekrise
TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag deutlich nachgegeben. Damit entpuppten sich die Erholungsansätze am Vortag als Eintagsfliege. "Die Sorge um eine Energiekrise wächst", hieß es in einer Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg.
Grund dafür waren die Nachrichten aus der Golfregion. "Der Irankrieg hat mit dem Angriff auf ein Gasfeld eine neue Eskalationsstufe erreicht", erläuterte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Jeder Angriff auf kritische Energieinfrastruktur nimmt dem Markt die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zu alten Produktionsniveaus, sollte der Krieg einmal enden."
Auch von der US-Notenbank gab es keinen Rückenwind. "Fed-Präsident Powell hat gestern Abend klargestellt, dass die Unsicherheit hinsichtlich der Ölpreis- und Inflationsentwicklung sowie die ohnehin ungenügenden Fortschritte beim Rückgang der Kerninflationsrate eine Zinssenkung vorerst unwahrscheinlich machen", so Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fondsgesellschaft MainSky Asset Management. "Zwar hat Powell auch betont, dass die Fed im Kernszenario davon ausgeht, dass der Ölpreisanstieg temporär ist und eine Zinserhöhung weiterhin keine Option ist, aber unter dem Strich war die Fed hawkisher als erwartet."
Unter Druck standen japanische Aktien. Der Leitindex Nikkei 225
Nicht ganz so hoch waren die Abgaben an den übrigen Börsen. Der Hang-Seng-Index