Ölpreis legt weiter zu - Iran-Krieg treibt weiter
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Der Ölpreis hat am Donnerstag den mit Beginn des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fortgesetzt. Im frühen Handel wurde Brent-Öl aus der Nordsee mit Lieferung im Mai zu 84,05 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das sind etwas mehr als drei Prozent über dem Niveau vom Vorabend. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.
Die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des globalen Ölhandels verlauft, bleibt die Hauptsorge des Marktes. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstraße ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die faktische Blockade der Wasserstraße hat die Rohöllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.
Zuletzt haben iranischen Revolutionsgarden einen Angriff auf einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs gemeldet. Auf dem Webportal der Garden heißt es, das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Straße von Hormus zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen.
Sollte es zu weiteren Angriffen auf Öltanker oder auf die Infrastruktur der Ölindustrie oder zu längeren Störungen der Ölindustrie in der Region kommen, könnten die Preise wieder stark ansteigen, heißt es von Analysten des Handelshauses Phillip Nova aus Singapur./jkr/mis