Aktien Asien/Pazifik: Märkte setzen auf Handelsgespräche
TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - An den wichtigsten asiatisch-pazifischen Aktienmärkten ist es am Freitag mehrheitlich nach oben gegangen. Hoffnungen auf eine Entschärfung des Zollstreits stützten. Auf Wochensicht lagen die Börsen der Region Asien-Pazifik aber leicht im Minus.
Chinas Exporte haben im April überraschend dem laufenden Handelskonflikt mit Washington getrotzt, während der Handel mit den USA massiv einbrach. Die Zahlen schlugen die Erwartungen von Analysten deutlich. Diese hatten mit einem deutlicheren Rückgang bei den Importen und nur schwach steigenden Exporten gerechnet. Experten vermuteten, dass Firmen vor den eintretenden Zöllen Lagerbestände aufgebaut hatten.
Nach Ansicht von Anlageexperte Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management zeigen die Zahlen die massiven Auswirkungen der US-Zollpolitik. Während die chinesischen Exporte in die USA gesunken seien, hätten sie in andere Teile der Welt deutlich zugelegt. Das gelte ganz besonders für Länder wie Vietnam, Indonesien und Thailand.
"Das sind keine einmaligen Verzerrungen, das ist eine strukturelle Neuausrichtung", schloss Innes. Der Hang-Seng-Index
Ungeachtet dessen hätten die asiatischen Börsen aber weiterhin von Hoffnungen auf die Gespräche zwischen den USA und anderen Ländern zu dem Handelskonflikt profitiert, so Analyst Anderson Alves vom Broker ActivTrades. Es gebe Spekulationen, dass US-Präsident Donald Trump als Zeichen des guten Willens die Strafzölle für China vor den Verhandlungen am Wochenende deutlich senken könnte.
In Japan ging es vergleichsweise deutlich nach oben. Der 225 Werte umfassende japanische Leitindex Nikkei-Index
Dagegen lag die südkoreanische Börse im Minus. US-Handelsminister Howard Lutnick hatte gesagt, eine Handelsvereinbarung mit Südkorea könnte lange Zeit brauchen. Auch indische Aktien schwächelten angesichts des Konflikts mit Pakistan./mf/jha/